Tuesday, October 31, 2006

der wahn der zeit

es war mir immer ein wenig fremd gewesen, die idee, es gäbe eine Zeit die vor dem Seyn endet.
was wohl dort, ganz woanders, in einem ganz Anderen eben so ganz anders war? war er doch wie ich, da, ein mensch, nicht mal ein maurer, was dieses phantasma verständlicher gemacht hätte.

man müsste sich das bild selbst anschauen, die mauer also, gestapelt, nein geschichtet aus zeit, wie unser jünger - unbegreiflich dieser nachname - verlauten lässt. denn erst mit dem bild der mauer tritt ja die möglichkeit auf es befinde sich etwas dahinter. dialektik der architektur, innen und außen, wie der zeit, diesseits jenseits. außerhalb von uns, dem menschen, der gesellschaft, und doch eher: außerhalb des lebens, des nackten lebens. von dort oben also, dem gegenwärtigen Standpunkt des Lebens sich also ins Jenseits stürzen, und dabei doch im diesseits ankommen zu wollen. vielleicht die radikalste moderne, erkenntnis des jenseitigen in seinem eigentlichen sein. sofern der blick über das Vorne hinaus geht.
doch was, wenn alles so weiter geht, die idee des wall nur ein relikt christlichen erlösungsversprechen ist?

gestern erst (neither forward nor backward) der blick in die tiefe:
the regime of revolution is no doubt only apparent. What, if behind them or beneath these schisms, flowed (or percolated) slow and viscous fluxes? Do you recall the geological theory of plate tectonics? intermittent earthquakes result in sudden breaks not far from known faults, like the san andreas fault in california. but underneath, continuous and extraordinarily slow movements explain these sudden breaks where the quakes occur. and even further below these continuous movements that pull, tranquilly but inexorably, is a core of heat that maintains or propels the moving crust. serres/ latour: converstions on science, culture, and time

der eine also erigierend, der andere penetrierend.

No comments:

Post a comment

Feel free to etch a postcard on the wall of time: